Endlich melden wir uns wieder mal. Seit unserem letzten Post ist einiges passiert, wir sind weit gereist und haben allerhand erlebt...
Nach Puerto Escondido wollten wir mal ein bisschen Ruhe haben und entschieden uns, nach San Augustinillo zu fahren. Das ist ein Kaff mit sagenhaften 250 Einwohnern, ganz in der Naehe von Zipolite. Dort angekommen klapperten wir bei 40 Grad die Unterkuenfte ab, welche zu unserem Erstauenen alle ziemlich teuer waren. Nachdem wir endlich etwas guenstiges gefunden hatten, quartierten wir uns im spartanischen Zimmer ein und genossen das Strandleben. Gross schwimmen konnten wir aber nicht, der Wellengang war zu stark. Dass in diesem Dorf nur 250 Menschen + etwa 20 Touristen wohnten, merkten wir dann vor allem am Abend. Es war nix, aber auch wirklich gar nix los. So gingen wir bald einmal ins Bett, mit dem Ventilator war die Hitze einigermassen auszuhalten. Bueso wurde noch von einem Riesenkaefer angefallen (Bild in der Gallerie) und irgendwann so gegen 02.00 Uhr schalteten die einfach den Storm ab = kein Ventilator mehr. Ach, es war eine Horrornacht, wir konnten kaum schlafen und entschieden uns dann am naechsten Morgen, dass wir ins etwas dichter besiedelte Bahias de Huatulco reisen wollen. Trotzdem wars in San Augustinillo toll, die Familie bei der wir wohnten war supernett und kochte uns leckere Sache und war ganz interessiert an uns Exoten...
So kamen wir dann in Huatulco an, genossen auch da das Strandleben, schnorchelten ein bisschen herum, solange bis Nizzi schon wieder Sonnenbrand hatte und furchtbar wuetend wurde... Ja, Huatulco ist auch schoen, schade war, dass wir jedes Mal das Taxi nehmen mussten um an den Strand zu kommen. Am Abend war aber einiges los, wir zogen ein bisschen den Bars nach und leisteten Entwicklungshilfe:
Nach Huatulco reisten wir nach Tuxtla, das ist die Hauptstadt vom Bundesstaat Chiapas. Die Reise dauerte 10 Stunden und so entschieden wir uns, ueber Nacht zu fahren. Ei, Horror war das. Um 23.50 fuhren wir los, um 23.52 karrten wir schon fast den ersten Fuchs an, um 23.55 machte der Fahrer einen Vollbremser weil eine Herde Kuehe auf der Strasse stand. Den Weg kann man sich etwa so vorstellen wir von Mautschgu nach Schwarzenberg (Gottlob nicht via Rotherd). 3h nur Kurven, das hinderte den bescheurten Fahrer aber nicht, ein Durchschnittstempo von 100 km/h (mit einem 40er Car) anzuschlagen. Hoelle hoelle hoelle. Nizzi schlief trotzdem wie ein Murmeli, Bueso hingegen gar nicht. So hoerte er 10 Stunden lang iPod und war dann froh, als wir morgens um 10 in Tuxtla ankamen.
In Tuxtla bezogen wir wieder einmal ein Bruchbuden-Hotel. Anschliessend gings los in den Zoo von Tuxtla, der sehr bekannt ist. Das zu Recht, es war echt super schoen da, man kann es sich vorstellen wir in Goldau, einfach viel groesser und mit vieeeel mehr Tieren. So verbrachten wir den Tag in den kuehlen Waeldern von Tuxtla, das war auch gut so, die Hitze an der Sonne war einmal mehr unertraeglich. Ausser dem Zoo hat Tuxtla aber nicht viel zu bieten, so reisten wir schon am kommenden Tag weiter nach San Cristobal de las Casas.
Als wir hier auf 2500 Meter aus dem Car aussteigen, waren wir wie in einer anderen Welt. Die Stadt ist echt super super super schoen, hier gefaellt es uns bis jetzt am besten. Die Temperatur ist auch herrlich, so um die 25 Grad, einfach wunderbar. Am Sonntag besuchten wir dann zwei Indigena-Doerfer. Es war echt beeindrucken, wie die Menschen da noch leben, unvorstellbar fuer uns. Hoehepunkt des Ausflugs war dann der Besuch der Kirche. Fotos durften wir keine machen aber es war sicher eine Erfahrung, die wir noch lange nicht vergessen.
Ja, sonst durften wir aber ueberall Fotos machen, die sind jetzt auch teilweise schon im Album, viel Spass beim Anschauen.
Das sind also die vergangenen Tage in Kurzform. Morgen gehts los nach Palenque, unterwegs besuchen wir noch zwei Wasserfaelle und gegen Abend dann die Ruinen von Palenque.
Machts gut uns bis bald
Psycho und Nizzi